"Ex-oriente - Isaak und der weiße Elefant"
Vom 30. Juni bis 28. September 2003 wurde in Aachens historischem Rathaus und im Dom die Ausstellung “Ex-Oriente – Isaak und der weiße Elefant” präsentiert. Träger der Ausstellung waren die Fachhochschule Düsseldorf, die Stadt Aachen und das Domkapitel Aachen, unterstützt wurde sie u.a. durch das Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport und durch die Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW. Im Hauptteil der Ausstellung wurde anhand historischer Exponate die Reise von zwei christlichen Gesandten und dem jüdischen Händler Isaak von Aachen nach Bagdad rekonstruiert. Karl der Große hatte 797 die Delegation zu Harun al Rashid, dem damaligen Kalifen von Bagdad, entsandt. Nur Isaak überlebte die Reise und kehrte fünf Jahre später mit Grüßen und Geschenken, darunter der weiße Elefant Abul Abas, nach Aachen zurück. Kultureller Austausch, wechselseitige Einflüsse, aber auch Abgrenzungen waren das Thema der Ausstellung, die unserer von Spannungen geprägten Gegenwart die historischen Beziehungen um 800, einen Dialog über die Grenzen der Religionen und der Kulturen hinweg, gegenüberstellte. Entsprechend der Stationen der Delegationsreise waren deshalb auch Künstlerinnen und Künstler aus arabischen Ländern, aus Israel und Deutschland zu begleitenden Ausstellungen und Konzerten eingeladen, um die Vielfalt von Einflüssen aus dem Orient auf die Kultur Mitteleuropas sowie die wechselseitigen Einflußbeziehungen darzustellen. Darüber hinaus fanden eine Vielzahl von kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen und nicht zuletzt ein interkulturell ausgerichtetes kunstpädagogisches Begleitprogramm statt, das sich sowohl an Schulen wie auch an Jugendgruppen und freie Initiativen richtete. (…mehr) Zur Ausstellung: http://www.ex-oriente.com „Die deutsche Vergangenheit und der Nahostkonflikt“ (pdf 112kb) von Wolfgang Dreßen, aus dem Sammelband: Ex Oriente. Zur Geschichte und Gegenwart christlicher, jüdischer und muslimischer Kulturen. Katalog zur Ausstellung. Band III, herausgegeben von Wolfgang Dreßen, Georg Minkenberg und Adam C. Oellers (Zabern Verlag, 2003). |
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