Das kunstpädagogische Begleitprogramm

Das kunstpädagogische Begleitprogramm richtete sich an Jugendliche mit ganz unterschiedlichem kulturellem und religiösem Background. Vermittelt durch LehrerInnen und GruppenleiterInnen sowie unterstützt durch KünstlerInnen, SozialpädagogInnen und kunstpädagogisch qualifizierte StudentInnen sollte ihnen durch die Auseinandersetzung mit der eigenen und mit fremden Kulturen nicht nur Wissen, sondern darüber hinaus eine offenere Einstellung gegenüber "dem Fremden" und interkulturelle Kompetenz vermittelt werden.

Im Unterschied zum üblichen Schulunterricht wurde hier den eigenen Ideen der Jugendlichen größerer Spielraum gegeben. Die Beschäftigung mit dem jeweils "Fremden" erfolgte nicht nur auf der kognitiven Ebene, sondern auf unterschiedliche Weise künstlerisch-kreativ wie z.B. bildnerisch, literarisch/journalistisch, musikalisch, durch Theaterstücke oder durch Projekte einzelner Schulklassen und Gruppen oder sogar durch ein Kooperationsprojekt zwischen Aachener Jugendlichen und israelisch-arabischen Schülern.

Die Schwerpunktsetzung auf entdeckendes Lernen, die Umsetzung von Phantasie in inszenierte Bilder, Musik oder Gegenstände, Kreativität und Kommunikation, Eigenaktivität, Einfallsreichtum, Kooperationssinn und friedliche Lösung von Konflikten zielte darauf ab, die Autonomie und das Selbstwertgefühl der beteiligten Jugendlichen zu stärken. Zugleich sollten Abschottungs- und Abwehrmechanismen reduziert werden, um eine tolerantere Einstellung gegenüber Anderem und Fremdem zu ermöglichen. Vorurteile und Konflikte bis hin zu Diskriminierung und Gewalt wurden dabei keineswegs verharmlost oder ausgeblendet. Da diese Auseinandersetzung vor allem über Formen der bildenden Künste stattfand, wurden die Jugendlichen mit unkonventionellen, für viele von ihnen wahrscheinlich unbekannten Möglichkeiten bekannt gemacht, wie Vorurteile und Fremdheitsgefühle bearbeitet und Konflikte friedlich bewältigt werden können.

Aus der nach diesem Konzept vorgesehenen Begegnung mit den drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und den durch sie geprägten Kulturen (Gebräuche, Feste, Riten, Traditionen), vor allem auch durch die Begegnung mit (gleichaltrigen) Angehörigen der jeweils anderen Religionen und Kulturen, durch das Kennenlernen von Lebensgeschichten und Sitten, durch Arbeiten an einem gemeinsamen Projekt und nicht zuletzt durch Elemente des "Miteinander Spaß habens" sind durchaus langfristig persönlichkeitsbildende Effekte zu erwarten.

Jede teilnehmende Gruppe fertigte eine auf das Thema der Ausstellung bezogene eigene künstlerische oder informationsvermittelnde Arbeit an. Dies geschah entweder im Rahmen des üblichen Unterrichts oder durch unterrichtsergänzende Projekte z.B. im Rahmen einer Projektwoche. Die Schülerarbeiten wurden an exponierten Stellen in Aachen schon vor der Ausstellung öffentlich gezeigt, und eine Jury prämierte die interessantesten Ergebnisse.

Beteiligte Gruppen und ihre Projekte
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-Aktion 3

-ex-oriente

-Spuren der Vergangenheit

-Kunstpädag. Begleitprogramm





Gruppen und ihre Projekte
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