Spuren der Vergangenheit
Viele dieser Bücher berichten über Menschen, die als Kinder und Jugendliche ausgegrenzt, vertrieben oder ermordet worden sind. Ein großer Teil davon wurde von Überlebenden des Holocaust geschrieben, die erst nach mehr als 40 Jahren die Kraft fanden, ihre schrecklichen Erlebnisse, aber auch ihre Hoffnungen der jungen Generation mitzuteilen. Einige Publikationen entstanden aus Gesprächen mit Söhnen und Töchtern der Überlebenden, mit Kindern von Menschen, die deportiert und ermordet wurden sowie mit Nachkommen aus Nazifamilien. Sie verdeutlichen das Fortwirken und die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen bis in die Gegenwart. Der zweite Teil der Sammlung (Neonazismus) enthält Bücher über Neonazismus, Rechtsextremismus, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Vorurteile, Feindbilder. Meistens geht es um Feindseligkeiten gegenüber Fremden und den alltäglichen Rassismus. Es wird deutlich, wie Menschen anderer Herkunft oder Kultur ausgegrenzt werden, wie Vorurteile und Feindbilder entstehen und welche Wirkung sie haben. Einige Bücher beschreiben aber auch Formen eines humanen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Lebens- oder Glaubensformen. Sie zeigen Jugendlichen, wie Menschen aufeinander zugehen können. Nach unseren Erfahrungen bietet eine solche Sammlung Entscheidungshilfen für die erzieherische Arbeit innerhalb und außerhalb der Schule, regt aber auch ganz einfach Eltern und Jugendliche zum Lesen an. Alle Bücher sind im Buchhandel erhältlich. Sie sind mit Altersempfehlungen in einem Katalog aufgeführt und kommentiert. Dieses Verzeichnis ist auch getrennt von der Ausstellung hilfreich, etwa bei einer selbstorganisierten, kleineren Präsentation, beim Aufbau einer Schulbibliothek, bei der Ergänzung von Beständen in Büchereien, für die Vorbereitung von Lesungen. Der Katalog zur Wanderausstellung (Ria Proske / Adelheid Schmitz (Hg.): Spuren der Vergangenheit .... Ausgewählte Jugendbücher über Nationalsozialismus und Neonazismus, Votum Verlag, Münster 1998) ist kostenlos erhältlich über: Landeszentrale für politische Bildung NRW, Außenstelle Publikationen Horionplatz 1, 40190 Düsseldorf Tel.: 0211/8618-4618; Fax: 0211/8618-4619 Eine aktualisierte interaktive Datenbank zu dieser Sammlung bietet das NS-Dokumentationszentrum Köln an: Link zur Datenbank |
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