| Forschungsfragen
und Projekte Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stand am Anfang zunächst die Beobachtung und Untersuchung rechtsextremer Aktivitäten und Wahlerfolge. Durch eine Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem großen Bedarf nach Analysen, Informationen und praktischen Hilfen für den Umgang mit der extremen Rechten nach. Da eine Konzentration auf die spektakulären Gewalttaten und auf den organisierten Rechtsextremismus die gesamtgesellschaftliche Dimension und die tiefer liegenden ursächlichen Hintergründe zu wenig berücksichtigte, bedurfte es weiterer Analysen der historischen und ideengeschichtlichen Wurzeln. Daraus folgten Forschungen zu Ursachen und Kontinuitäten des Nationalsozialismus. In verschiedenen Projekten wie z.B. zur Arisierung jüdischen Eigentums, deren Hintergründe und Folgen bis heute oder auch zum aktuellen Sozialrassismus wird der Zusammenhang von Geschichte und Gegenwart untersucht. Diese Perspektive wird ergänzt um Themen, die an zeitgenössischen Forschungen zu Rassismus und Vorurteilen anknüpfen. In dem Projekt Kulturen in Europa wird im Kontext eines Jahrhunderte alten eurozentristischen und rassistischen Denkens der Umgang mit “dem Fremden” bzw. “den Fremden” beleuchtet. In weiteren Projekten wie z.B. „Born to be me – Vielfalt in Deutschland“ oder „Gleichheit und Differenz“ geht es um praxisrelevante Auseinandersetzungen mit den Themen Rassismus, Ausgrenzung und interkulturelle Verständigung. |
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